DIE OMEGAFRAU

@INTERVISONS#5/Feb.2019_FAKTOR_HH

In nackter Gier und nach dem letzten Konsum- rausch erkennt ein Mensch sich zu spät im Gegenüber und wandert fortan einsam durch die nun entleerte Welt. Die anderen haben sich wohl aufgefressen oder sind anders vermurkst. Nichteinmal die Mutanten haben es geschafft….
Ein Mumienschlafsack der glückliche Fund von unterwegs bietet Schutz und Geborgenheit. Von Wirklichkeit zu Wirklichkeit geht das Leben seinen Gang solang die Füße tragen.

Man wird erst zum Bild, wenn man noch gesehen wird. Frau auch.
Ob es irgendwoanders noch Leben gibt ist eine Hoffnungsfrage, lohnt die Dokumentation der wohl letzten Stationen einer Angehörigen der Spezies Homo Sapiens Sapiens, schon in der Wiederholung des Wortes zeigt sich die Unsicherheit, der nun aufgeklärte Irrtum. Die Letzte gibt sich ihrem Rhythmus unbeeindruckt von Ihrem Schicksal hin, sie hatte alles schon gewußt, wie ein Tier oder ein Kind oder beides. Sie hadert nicht mehr. Durch Architektur und Landschaft durch die Zeit, die langsam vergeht, verweht Kunst, wird endlich Lücke.

 

Diese Videoarbeit ist Hommage an den Filmklassiker von Boris Sagal 1971 produziert für die Performance- Reihe Intervisions #5 im Faktor Hamburg, Feb. 2019
Es wurde Filmmaterial vom polnischen Spielfilm “Twarz” 2018 Regie: Małgorzata Szumowska
und vor allem von “Homo Sapiens” 2016/ Regie: Nikolaus Geyrhalter verwendet.

 

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